Unterwegs

Unterwegs

Zur Zeit segelt EMMA PEEL im Gebiet zwischen den Inseln Phuket in Thailand und Langkawi in Malaysia. Beide Eilande haben einen internationalen Flughafen, bieten umfassende Versorgungsmöglichkeiten und bilden zugleich Zentren abenteuerlicher Küsten- und Meeresregionen. Östlich von Phuket erstreckt sich die riesige Phang-Nga Bucht, ein Areal übersät mit Felsen und Inseln, an deren Basis der Zahn der Erosion oft Grotten und groteske Einkerbungen hineingebissen hat. Die James Bond Folge „Der Mann mit dem goldenen Colt“ wurde hier gedreht, und wer den Film „Indo Chine“ gesehen hat, dem wird diese Landschaft romantische Erinnerung sein.

60 Seemeilen nordwestlich von Phuket liegen die unter Tauchern und Naturliebhabern weltweit bekannten Similan-Inseln. Ein marines Naturschutzgebiet umfasst diese Inselgruppe und bürgt für die Erhaltung der marinen Pracht. Noch weiter im Norden, schon an der Grenze zu Burma, erheben sich die Surins aus türkisklarem Wasser voller Korallengärten.


 

Beim Schnorcheln stehen Begegnungen mit Schildkröten, Schwarz- und Weißspitzenriffhaien an der Tagesordnung.


 

Wählt man von Phuket aus eine südliche Route, liegen neben den bekannten Plätzen wie Ko PhiPhi und Ko Lanta auch kleinere Juwelen am Wege. Die Insel Ko Muk ist von einer Grotte durchfurcht, die nur schwimmend oder mit Kleinstboot erkundet werden kann. Wagt man sich weit genug hinein, macht die Dunkelheit schließlich einem kleinen Paradies Platz. Hier in der Mitte der Insel hat die Natur einen Durchbruch geschaffen, einen Kamin hinauf zum Blau des Himmels, mit kleinem Sandstrand an seiner Basis und Dschungelvegetation an den Felshängen, die nach oben führen! Jules Verne hätte nichts Fantastischeres ersinnen können. Weiter abseits der Festlandküste stößt man auf einen weiteren Garten Eden. Hier liegen die beiden Schönheiten von Ko Rok.


 

Die Inselchen lassen nur eine schmale Passage frei in welcher man über türkis scheinendem Sandgrund ankern kann. Korallenköpfe sind über das Terrain verstreut, sie reichen bis an die Wasseroberfläche und sind reich bestückt mit tropischem Getier jeglicher Art. Besonders auffällig sind die zahlreichen Clownfische, die sich bei Annäherung schnell in ihrer Haus- und Heimanemone verschanzen.


 

Nächstes Muss auf unserer Reise gen Süden ist der Ko Tarutao Nationalpark. In den verwinkelten Buchten an der Ostküste der Hauptinsel Ko Tarutao kann man auf einstige Piratenverstecke ausforschen, oder man begibt sich auf einen Urwaldpfad ins Inselinnere, klettert über Wurzeln von Urwaldriesen, springt über abgerundete Findlinge um letztendlich an einen Wasserfall zu gelangen, der in mehreren Kaskaden mit zugehörigen Auswaschungen, die herrlich erfrischendes Schwimmen bieten, nach unten stürzt.

Ein anderes Highlight des Naturschutzparks, nämlich kulinarischer Natur, bietet die kleine Insel Ko Lipe. Hier speist man im Restaurant direkt am Strand. Riesige Blechtabletts sind schräg aufgebockt zur Schau gestellt, samt den ihnen aufliegenden Fischen und Meeresfrüchten. Gleich daneben der obligate Grill, wo die ausgewählten Leckereien sogleich in Gaumenfreuden verwandelt werden. Süchtige Verzehrer von Miesmuschel, Languste, Schnapper und co. werden hier auf ihre Kosten kommen – nein, sie werden dahinschmelzen, wie der vom Wasser umspülte Sand zwischen ihren Stuhlbeinen.


 

Ein paar Seemeilen von hier gen Süden beginnt Malaysia. Das Inselarchipel von Langkawi besteht aus 100 Eilanden unterschiedlichster Größenordnungen. Sandstrände, eingerahmt von üppiger Dschungelvegetation, mit Makakken, die zur Futtersuche ans Meer kommen. Fjordähnliche Meeresarme, die weit ins Innere der Hauptinsel schneiden, mit Seeottern und Delphinen. Weißbäuchige Seeadler und die etwas kleineren Brahmini-Milane gehören zur ornithologischen Allgegenwart dieser Region. Bei Landausflügen begegnet man gar nicht mal so selten den bis zu 2m langen grünen Waranen, welche bei Gefahr mit ausladenden Schritten das Weite suchen und mit Vorliebe in einen Kanal oder sonstigen verkrauteten Wasserarm abtauchen. Ganz im Gegensatz zum facettenreichen Naturerlebnis steht das Duty-free Shopping Eldorado der Inselhauptstadt Kuah. Von Schweizer Schokolade bis zum astronomischen Fernrohr oder der digitalen Filmkamera ist hier alles zu finden. Dazwischen Restaurants mit Buffets, welche Speisen bieten, deren Schärfe den kühnsten Chillifanatiker zu Tränen rührt.


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