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 | Über mich |
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Mag. Robert Winkler
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Eine Freundin zeigte uns damals Dias vom Segeltörn mit ihren Eltern. Buchten mit glasklarem Wasser über türkisfarbenem Sandgrund, Inseln, die in diesiger Ferne mit dem Meer verschmolzen, felsige Küsten, an denen man mit dem Segelboot entlangschaukelte, windgetriebene Wellen mit weißen Schaumkronen, denen man nur folgen musste um die ganze Welt zu entdecken. Für mich stand sofort fest: so will ich leben!
Meinen ersten Segeltörn absolvierte ich auf einer Stahlbetonyacht von Gibraltar nach Senegal. Das Schiff war so behäbig und schwierig zu steuern, daß wir uns in einem ständigen extrem ausladenden Zickzackkurs über den Ozean kämpften. In Marokko stopfte ich allzu eifrig allzu viel Honiggebäck in mich hinein, was mir prompt einen tagelangen Rachefeldzug des Herrn Montezuma einbrachte, der mich in amplitudenreicher Atlantikdünung zu brechen suchte. Doch ich erlebte auch Schönes: Wale, die unversehens neben dem Boot auftauchten und ihren zischenden Atem versprühten, Fischschwärme, die das Wasser zum Brodeln brachten, Haie, die das Meer mit ihrer Rückenflosse furchten, das Tageserwachen auf hoher See, welches pastellig rosa und lindgrün, zerfranst von federleichten Schlierenwolken, die Müdigkeit aus unseren durchwachten Augen wusch.
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Zwei Jahre später reiste ich wiederum nach Gibraltar, freundete mich mit Antoine an, der eine Jacht von Marseille nach Martinique zu überführen hatte. Schon fand ich mich in der Mitte des Atlantiks wieder. Angetrieben von der endlos scheinenden Kraft des Passatwindes, glitten hunderte Meter lange Wellenberge unter unserem Bötchen hindurch, hoben es sanft in luftige Höhen, ließen es hinabgleiten in einer sonnig glitzernd funkelnden Wasserwelt. Wir angelten seltsame Fische, tüftelten an der Effektivität der Segelstellungen, schossen die Sonne mit einem Plastiksextanten. Die erste Insel der Karibik mit ihrem Grün und Braun sprengte wie eine Bombe das wochenlange Dunkelblau des tiefen Wassers. Zwei Jungs aus Dänemark waren mit an Bord. Als ich sie später in ihrem Land besuchte, verfiel ich der Romantik der Traditionssegler. Zahlreiche Reisen habe ich seither auf alten Gaffelriggern unternommen, von der dänischen Südsee über den westlichen Skærgården Schwedens bis hinauf nach Norwegen.
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Ach ja, das eigene Boot: ich stamme aus einer österreichischen Bauern- und Arbeiterfamilie. Von Anfang an war für mich klar, daß der Weg zum eigenen Schiff nur über den Selbstbau führen konnte. Also lernte ich Maschinenschlosser um ein Stahlboot bauen zu können, erkundete als Fernfahrer das europäische Autobahnennetz um Geld ranzuschaffen und erweckte ein schrottreifes Stahlkasko in jahrelanger Arbeit wieder zu neuem Leben. Die erste Ausfahrt – im wahrsten Sinne des Wortes – führte mich von Triest quer durchs Mittelmeer, über die Flüsse und Kanäle Frankreichs an die Nordsee und schließlich über die Ostsee nach Dänemark, wo ich ein Studienjahr an der Uni Odense absolvierte.
Mit 29 hatte ich zu studieren begonnen. Die Biologie, das Wissen um die belebte Natur, hat mich von frühester Kindheit an begeistert. Meine Brötchen verdiente ich während der letzten Jahre zunehmend als Charterskipper.
Zu Beginn des Jahres 2004 ließ mich der Zufall über genau jenen Katamaran stolpern, der in meinen Gedanken schon lange vorher Gestalt angenommen hatte. Dass dieser zudem verkäuflich war und sich seit Mai in meinem Besitz befindet, kann nur als fix installierter Schritt des Schicksals betitelt werden. Die beiden Entwicklungslinien Segeln und Biologie haben also zusammengeführt, sind vereinigt in der segelnden Grazie und dem praktischen Platzangebot des Segelkatamarans Emma Peel.
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